Weltweit erstes Museum für elektronische Musik

Ab dem Frühjahr 2019 soll in Frankfurt das erste Museum der Welt für elektronische Musik eröffnet werden. In die ehemaligen Räume des Kindermuseums in Frankfurt am Trichter in der Hauptwache soll das MOMEM einziehen. Nach einer fünf Jahre dauernden Diskussion mit der Politik ist es Andreas Tomalla gelungen, diese Räumlichkeiten zunächst mietfrei zur Verfügung gestellt zu bekommen. Als eine der Wiegen des Technos ist Frankfurt geradezu prädestiniert für ein Museum dieser Art.

Das Konzept

In diesem Museum soll es ganz um die Geschichte der elektronischen Musik gehen. Wann und wo ist sie entstanden? Wie hat sie sich über die Jahre weiterentwickelt? Wie ist ihr Stellenwert in der Welt heute? Auf all diese Fragen sollen die künftigen Besucher Antworten in den Räumlichkeiten des MOMEM finden. Es werden diverse Exponate sowie Künstlerretrospektiven zu bestaunen sein. Dabei soll inhaltlich nicht nur die Geschichte der elektronischen Musik isoliert betrachtet werden. Es geht auch um deren Einflüsse auf Mode und Design. Ebenso steht die Wechselwirkung mit soziokulturellen Themen und der Technik im Vordergrund.

Tomalla wünscht sich zugleich einen interaktiven Raum. Sein Wunsch ist es, im Museum Workshops abzuhalten. Interessierte Nachwuchskünstler sollen hier einen Ort voller Informationen finden und sich unter professioneller Anleitung weiterbilden. Gleichermaßen können in den Räumlichkeiten kleinere Veranstaltungen mit elektronischer Musik stattfinden.

Ein großes Projekt mit Startschwierigkeiten

Eigentlich hätte das Projekt schon vor Jahren an den Start gehen sollen. Doch ein politischer Wechsel in der hessischen Metropole brachte derbe Rückschläge für Tomalla und seine Mannschaft. Schließlich konnten sie mit ihrem Konzept doch überzeugen. Immerhin ist Frankfurt ein Meilenstein in der Geschichte der elektronischen Musik. Tomalla alias DJ Talla 2XLC gilt selbst als einer der Erfinder bzw. Namensgeber des Technos. Nachdem dann endlich die Räumlichkeiten des Kindermuseums frei wurden, konnte die Arbeit beginnen.

Von außen soll in Zukunft ein Geisterbild des berühmten Graffitikünstlers “Cityghost” auf das neue Museum aufmerksam machen.

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